Bundeszentrale für politische Bildung
15. Juli 2026
Infodienst Radikalisierungsprävention

Infodienst Radikalisierungsprävention

Newsletter Juli 2026

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die vergangenen Wochen waren von mehreren Entwicklungen geprägt, die für die Extremismus- und Radikalisierungsprävention von besonderer Bedeutung sind. So wurde etwa der Verfassungsschutzbericht 2025 veröffentlicht, der die aktuelle Entwicklung der verschiedenen Extremismusphänomene in Deutschland beschreibt. Er verweist unter anderem auf anhaltend hohe Gefährdungspotenziale im Bereich des Islamismus, die zunehmende Nutzung digitaler Kommunikationsräume durch extremistische Akteurinnen und Akteure sowie die fortschreitende Vernetzung zwischen den verschiedenen extremistischen Lagern.

Mit der Veröffentlichung der neuen Förderrichtlinien des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ wurden zudem die Rahmenbedingungen für die kommende Förderperiode abgesteckt. Die Richtlinien geben Aufschluss über künftige Förderschwerpunkte und bilden die Grundlage für die weitere Ausgestaltung zahlreicher Projekte im Arbeitsfeld (mehr dazu unter „Meldungen aus dem Arbeitsfeld“ in diesem Newsletter).

Im Kontext des Internationalen Tags gegen antimuslimischen Rassismus am 1. Juli wurde das bundesweite CLAIM-Lagebild 2025 veröffentlicht. Es enthält eine zivilgesellschaftliche Bestandsaufnahme muslimfeindlicher Vorfälle in Deutschland und beschreibt aktuelle Entwicklungen. Mehr hierzu und zum Verfassungsschutzbericht finden Sie in der Rubrik „Berichte & Analysen“ dieses Newsletters. Anlässlich des Gedenktags wurde zudem der Marwa El-Sherbini-Preis für besonderes Engagement gegen antimuslimischen Rassismus verliehen. Ausgezeichnet wurden der Islamwissenschaftler Michael Kiefer, der Regisseur Çağdaş Yüksel und die Initiative AMANET. Über die Preisverleihung berichten wir in den „Meldungen aus dem Arbeitsfeld“.

Mit dieser Newsletter-Ausgabe startet im Infodienst zudem ein neuer Themenschwerpunkt zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 („9/11“), der in den kommenden Monaten kontinuierlich um neue Beiträge erweitert wird. Die Anschläge von al-Qaida in den USA markierten eine Zäsur in der Auseinandersetzung mit islamistischem Terrorismus. Der neue Themenschwerpunkt nimmt die Entwicklungen der vergangenen 25 Jahre in den Blick und beleuchtet ihre Auswirkungen auf Terrorismus, Sicherheitsarchitektur und Präventionsarbeit. Den Auftakt bilden drei Beiträge: Tricia Bacon analysiert in ihrem englischsprachigen Beitrag die globalen Entwicklungslinien des Dschihadismus seit „9/11“. Guido Steinberg zeichnet in seinem Beitrag die Entwicklung des islamistischen Terrorismus in Deutschland nach – von al-Qaida bis zum digital geprägten Einzeltäterterrorismus. Hendrik Hegemann beleuchtet in seinem Beitrag die langfristigen Auswirkungen des „Global War on Terror“ auf die deutsche Anti-Terror-Gesetzgebung und diskutiert, wie sich das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit seit den Anschlägen verändert hat.

Darüber hinaus wurde die Materialsammlung „Nahostkonflikt & Antisemitismus“ von Katharina Reinhold umfassend aktualisiert. Sie bündelt Materialien, Hintergrundinformationen sowie Beratungs- und Bildungsangebote für Fachkräfte, die sich mit den Folgen des Nahostkonflikts und den damit verbundenen Herausforderungen in Bildung und Prävention befassen.

Abschließend noch ein Hinweis in eigener Sache: Der Infodienst ist ab sofort mit einem überarbeiteten Webauftritt online. Unter www.bpb.de/infodienst haben wir vor allem die inhaltliche Sortierung der Fachtexte überarbeitet, um Inhalte zugänglicher und schneller auffindbar zu machen. Wir laden Sie herzlich ein, den neuen Webauftritt zu erkunden und sich mit der überarbeiteten Struktur vertraut zu machen.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre des Newsletters und einen schönen Sommer.
Ihre Infodienst-Redaktion

Redaktionsschluss für diese Ausgabe war der 03.07.2026.

PS: Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Oder haben Sie Feedback zur überarbeiteten Struktur der Infodienst-Website? Schreiben Sie uns an infodienst@bpb.de

Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention

TRICIA BACON

 

A Changing Threat: Global Trajectories of Islamist Terrorism since „9/11“

 
25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat sich die sunnitisch-dschihadistische Bewegung grundlegend verändert. Tricia Bacon analysiert die Entwicklung von al-Qaida und dem später hinzugekommenen sogenannten „Islamischen Staat“, die wachsende Abhängigkeit beider von ihren regionalen Ablegern sowie die Verlagerung des Schwerpunkts dschihadistischer Gewalt nach Subsahara-Afrika. Hinweis: Der Beitrag ist im Original auf Englisch verfasst.
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GUIDO STEINBERG

 

Von al-Qaida zum Einzeltäterterrorismus – wie sich der islamistische Terrorismus in Deutschland seit „9/11“ verändert hat

 
Die Anschläge vom 11. September 2001 markierten auch für Deutschland eine Zäsur im Umgang mit islamistischem Terrorismus. Guido Steinberg zeichnet die Entwicklung von den al-Qaida-Strukturen der frühen 2000er-Jahre über die Ausreisen zum sogenannten „Islamischen Staat“ bis hin zum digital geprägten Einzeltäterterrorismus nach und zeigt die daraus erwachsenden Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden.
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HENDRIK HEGEMANN

 

Der lange „Krieg gegen den Terror“: Entwicklung und Stand der Anti-Terror-Gesetzgebung 25 Jahre nach „9/11“

 
„9/11“ hat auch die Sicherheitsgesetzgebung in Deutschland nachhaltig verändert. Hendrik Hegemann zeigt, wie sich zunächst als Reaktion auf die Anschläge eingeführte Anti-Terror-Maßnahmen dauerhaft etabliert haben und welche Folgen dies bis heute für das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit hat.
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KATHARINA REINHOLD

 

Wie umgehen mit dem Nahostkonflikt? – Eine Übersicht für Schulen und Bildungseinrichtungen

 
Die umfassend überarbeitete und aktualisierte Sammlung bietet Orientierung mit Materialien, Hintergrundinformationen und Unterstützungsangeboten für den pädagogischen Umgang mit Antisemitismus und dem Nahostkonflikt in schulischen und außerschulischen Bildungssettings.
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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung

GUIDO STEINBERG

 

Der Islamische Staat (IS)

 
Der sogenannte „Islamische Staat“ zählt auch nach dem Verlust seines Herrschaftsgebiets zu den einflussreichsten dschihadistischen Terrororganisationen weltweit. Der Beitrag von Guido Steinberg zeichnet seine Entwicklung von den Anfängen unter Abu Musab al-Zarqawi über das Kalifat in Syrien und im Irak bis hin zu seinen heutigen regionalen Ablegern und internationalen Anschlagsstrategien nach. Er zeigt, wie sich der „IS“ verändert hat und warum von der Organisation und ihrer Ideologie weiterhin eine erhebliche Bedrohung ausgeht.
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SINA ARNOLD, FLORIAN BEER

 

Themenblätter im Unterricht: Antisemitismus entgegentreten

 
Antisemitismus tritt in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf und reicht von klassischen Feindbildern über Verschwörungserzählungen bis hin zu israelbezogenem Antisemitismus. Die von Sina Arnold und Florian Beer entwickelten Unterrichtsmaterialien vermitteln Grundlagen zu antisemitischen Denkweisen im Rechtsextremismus, Islamismus und weiteren ideologischen Kontexten. Anhand von Arbeitsblättern, Fallbeispielen und methodischen Hinweisen zeigen sie auf, wie Antisemitismus im Unterricht thematisiert und pädagogisch bearbeitet werden kann.
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Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Termindetails finden Sie im Veranstaltungskalender des Infodienstes.
 

Sammeltermine & regelmäßige Angebote

Online-Angebot: Vertiefte Fallarbeit für Verteterinnen und Vertreter der behördlichen Präventionsarbeit
Regelmäßiges Angebot
Online

Online-Angebot: „Fallberatung für Fachkräfte der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“
Regelmäßiges Angebot
Online

Fachkräfte-Sprechstunde: „Sprechstunde für Fachkräfte und Beraterinnen und Berater im Feld der Radikalisierungsprävention“
Regelmäßiges Angebot
Online

E-Learning-Qualifizierung für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe zu Weltanschauung und Extremismusbeauftragten
Regelmäßiges Angebot
Online

Beratungsangebot: „PROvention-Online-Beratung für Opfer und Betroffene religiös begründeter Gewalt“
Regelmäßiges Angebot
Online

Werkstatt: „Neue Zugänge schaffen: Werkstattreihe für die Arbeit mit schwer erreichbaren Zielgruppen“
14. Juli bis 22. September 2026
Online

Veranstaltungsreihe: „Digitaler Extremismus – Scrollen in die Radikalisierung? Extremistische Online-Welten und ihre Wirkung auf Jugendliche“
15. Juli bis 8. Dezember 2026
NRW-weit / Online

Werkstatt: „Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit in digitalen Räumen: Dynamiken, Herausforderungen und Perspektiven“
26. August und 5. November 2026
Online

Online-Fortbildung: „Antisemitismus erkennen, reflektieren, begegnen“
10. bis 24. September 2026
Online

Fortbildung: „EVOLUO kompakt“
17. September bis 24. November 2026
Bochum / Online

Veranstaltungsreihe: „nexus.dialog – Radikalisierung verstehen. Perspektiven erweitern“
28. September bis 7. Dezember 2026
Online

Workshop-Angebote: „AwareNet-Fortbildungen für Sozialarbeitende“
20. Oktober und 10. November 2026
Online

Präsenzfortbildung: „Ich als Berater*in“
4. November bis 2. Dezember 2026
Hannover

Fortbildung: „Train-the-Trainer“
5. November bis 3. Dezember 2026
Online
 

Juli

CEP-Webinar: Buchvorstellung und Diskussion „Politischer Islam – eine hybride Bedrohung Europas“
21. Juli 2026
Online

Vortrag: „Wie Extremisten Social Media kapern – und was wir dagegen tun können!“
30. Juli 2026
Online
 

August

Fachtag: „Antisemitismus & antimuslimischen Rassismus zusammen denken“
27. August 2026
Frankfurt am Main

Werkstatt: „Diskriminierungskritische Beratung in der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“
27. August 2026
Online
 

September

(Online-)Fachgespräch: „Wer hört wem noch zu? Antimuslimischer Rassismus, „importierter Antisemitismus“ – zwei Realitäten eines polarisierten Diskurses“
1. September 2026
Bremen / Online

Online-Fortbildung: „Das Good Lives Model (GLM): Ein Ansatz für die Extremismusprävention“
3. September 2026
Online

Vortrag: „Ungleichwertigkeitsideologien in migrantischen communities“
10. September 2026
Online

Fachtagung: „Vom Algorithmus zur Ideologie? – Islamismus im digitalen Raum: Mechanismen und Prävention“
14. bis 15. September 2026
Berlin / Online

Seminar: „Jugendarbeitslosigkeit und Jugendkriminalität – Chancen und Barrieren bei der Förderung von ‚auffälligen‘ Jugendlichen (unter Einbeziehung von islamistischen Phänomenen)“
14. bis 15. September 2026
Berlin

Fachtag: „Zwischen Sicherheit und Unsicherheit: Spannungsfelder in der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“
23. bis 24. September 2026
Bielefeld

Online-Fortbildung: „Verstehen, einordnen, handeln: Grundlagen zu psychischer Gesundheit und religiös begründetem Extremismus“
28. September 2026
Online

Online-Fortbildung: „Medienbildung und Radikalisierungsprävention: Digitale Ansätze für die Praxis im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe“
28. September 2026
Online

Dialog: „Radikalisierung durch Soziale Medien“
29. September 2026
Wolfsburg

Fachtag: „Die Schule als sicherer Ort. Politische Bildung, Schulentwicklung und Resilienzförderung: Handlungsoptionen in Zeiten globaler Krisen“
30. September 2026
Braunschweig
 

Oktober

Sofa-Talk: „Warum ‚Reden hilft‘ nicht überall gilt: Transkulturelle Hürden in Therapie und Extremismusprävention“
5. Oktober 2026
Online

Fachtag: „Jenseits der Eindeutigkeit – Neue Impulse für die Prävention von Extremismus“
13. Oktober 2026
Bochum

Workshop: „Umgang mit extremistischen Aussagen im pädagogischen Raum“
15. Oktober 2026
Online

bpb-BarCamp 2026: „Gesellschaft unter Druck – Soziale Ungleichheit erkennen, Prävention stärken, Zusammenhalt fördern“
15. bis 16. Oktober 2026
Köln

Fachtag: „PERSIST – Projekt zur nachhaltigen Entwicklung, Rehabilitation und Sozialen Integration von Kindern aus extremistischen Familienstrukturen“
28. Oktober 2026
Kassel
 

November

Online-Elternseminar: „Gesprächsführung & Haltung stärken – Jugendliche in herausfordernden Zeiten begleiten“
2. November 2026
Online

Workshop: „Führen, wenn’s komplex wird. Ein Workshop für Leitungskräfte der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“
10. bis 11. November 2026
Münster

Online-Elternseminar: „Prävention & Unterstützungsangebote – Handlungssicherheit im Umgang mit Radikalisierungsrisiken“
16. November 2026
Online

SAVE THE DATE – Fachtag: „Zwischen Radikalisierung und Distanzierung“
17. November 2026
Bochum

WelEx-Fachtag: „Kinderschutz und Extremismus – Strukturen stärken, Handlungssicherheit fördern“
19. November 2026
Berlin
 

Dezember

Workshop: „Türkischer Ultranationalismus in Deutschland“
3. Dezember 2026
Online

Online-Fortbildung: „Radikalisierung und Flucht“
7. Dezember 2026
Online
 

März 2027

MOTRA-Konferenz: „Extremismus/Radikalisierung/Prävention“
3. und 4. März 2027
Wiesbaden
 

Stellenangebote

Details zu Stellenangeboten aus dem Arbeitsfeld finden Sie in der Übersicht des Infodienstes.
 

Berlin

Bürosachbearbeiterin bzw. Bürosachbearbeiter in der AG ÖS II 2 „Internationaler Terrorismus und Extremismus; Radikalisierungsprävention; Personenschutz“
Berlin

Mitarbeit in der nachrichtendienstlichen Informationsbeschaffung (Werbung, Phänomenbereich Islamismus)
Berlin

Praktische Projektumsetzung „Entwicklung von E-Learning-Tools in der Erwachsenenbildung“ (P073) (50 %)
Berlin
 

Hessen

Dezernatsleitung 41 verbunden mit der stellvertretenden Leitung der Abteilung 4
Wiesbaden
 

Mecklenburg-Vorpommern

Islamische Theologin bzw. Islamischer Theologe / Islamwissenschaftlerin bzw. Islamwissenschaftler als Berater im Bereich religiös begründeter Extremismus
Dahmen
 

Nordrhein-Westfalen

Islamwissenschaftlerin bzw. Islamwissenschaftler
Bonn

Referentin bzw. Referent für die Auswertung und Beschaffung Islamismus und islamischer Terrorismus
Düsselsorf
 

Beiträge in anderen Medien

 

„Wissen, das ankommt – Zielgruppenspezifischer Wissenstransfer in der Radikalisierungsprävention“

– VPN, Interventionen-Blog: Manuela Freiheit –
Das Wissen über Radikalisierung und Prävention wächst stetig. Dennoch stehen Fachkräfte oft vor der Herausforderung, wissenschaftliche Erkenntnisse in ihren Berufsalltag zu übertragen. Manuela Freiheit untersucht anhand von Erfahrungen aus mehreren Webtalk-Reihen in ihrem Beitrag, welche Bedingungen für einen erfolgreichen Wissenstransfer notwendig sind. Die Auswertung zeigt: Besonders gefragt sind Best-Practice-Beispiele. Zentral sei außerdem der interdisziplinäre Austausch sowie der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis.

Zum Beitrag auf interventionen.blog
 

„Neue Inszenierung altbekannter Ideologien: Zur aktuellen Dynamik extremistischer Akteur*innen in Sozialen Medien“

– VPN, Interventionen-Blog: Niklas Brinkmöller und Niklas von Reischach –
Wie nutzen extremistische Akteurinnen und Akteure Soziale Medien, um antidemokratische Ideologien zu verbreiten und Menschen für ihre Ziele zu mobilisieren? Der Beitrag von Niklas Brinkmöller und Niklas von Reischach beleuchtet, wie bekannte extremistische Narrative in digitalen Räumen neu inszeniert werden – durch Auftritte von Influencerinnen und Influencern, den Einsatz von Memes oder die Verbindung zu eher trivialen Themen wie Fitness und Finanzen. Sie betonen zudem, dass Online- und Offline-Präventions- und Beratungsangebote notwendig sind, noch bevor sich die Betroffenen extremistischen Gruppen oder Ideologien zuwenden.

Zum Beitrag auf interventionen.blog
 

„Die ‚Taliban-Lobbyistin‘“

– Erasmus Monitor: Heiner Vogel –
Farah M., eine Afghanin, die mehrere Jahre in Deutschland lebte, gehört heute offenbar zu den einflussreichsten weiblichen Unterstützerinnen der Taliban. Als selbsternannte Frauenrechtsaktivistin gerät sie in eine Doppelrolle: Auf der einen Seite inszeniert sie sich als Kämpferin für Frauenrechte in Afghanistan, auf der anderen Seite nimmt sie den Umgang der Taliban mit afghanischen Frauen in Schutz. Laut einer Recherche von Heiner Vogel reiste sie im Laufe des Jahres 2022 nach Afghanistan aus und übernahm als eine der wenigen Frauen repräsentative Funktionen. Heute soll Farah M. als Frauenvermittlerin mit dem afghanischen Bildungsministerium arbeiten, um jugendlichen Mädchen eine traditionelle Ausbildung an Koranschulen zu ermöglichen.

Zum Beitrag auf erasmus-monitor.blogspot.com
 

„Gibt es einen Zusammenhang von Migration und Radikalisierung?“

– ufuq.de: Meltem Kulaçatan und Marc Allroggen im Gespräch mit Jochen Müller –
Wissenschaftlich belegt ist der Kausalzusammenhang zwischen Flucht, Migration und Radikalisierung nicht. Dennoch wird nach Anschlägen und Gewalttaten, die von jungen Männern mit Migrations- und Fluchthintergrund verübt worden sind, immer wieder dieses Narrativ instrumentalisiert. Im Gespräch mit Jochen Müller erklären Marc Allroggen und Meltem Kulaçatan, dass Radikalisierungsprozesse vielmehr das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels individueller Belastungen, sozialer Faktoren und gruppendynamischer Entwicklungen sind. Gemeinsam warnen sie davor, diesen Pseudo-Kausalzusammenhang zu nutzen, da er Stereotype verstärke und präventive Ansätze erschwere.

Zum Beitrag auf ufuq.de
 

„Selling Masculinity, Selling Femininity – Über die Manosphere, Tradwives und die Ökonomisierung von Identität auf dem Markt der Unsicherheit“

– ufuq.de: Ana Gjeci –
Die Manosphere vermittelt vereinfachte Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit. Ana Gjeci erkennt in dieser Inszenierung Strategien, die Verletzlichkeit, Unsicherheit, Zurückweisung oder Bedeutungsverlust kompensieren und stattdessen Härte vermitteln sollen. Trends wie die sogenannten „Tradwives“ und „Alpha-Männer“ zeigen entgegengesetzte Ideenströmungen: zum einen Frauen, bei denen Fürsorge, Häuslichkeit und Hingabe im Vordergrund steht; zum anderen Männer, die Dominanz, Kontrolle und emotionale Distanz zeigen müssen. In ihrem Beitrag erläutert die Autorin, wie die Unsicherheiten der Rezipientinnen und Rezipienten im Rahmen eines Geschäftsmodells von Influencerinnen und Influencern ausgenutzt werden.

Zum Beitrag auf ufuq.de
 

„Geschlecht, Familie und Erziehung im Kontext von Radikalisierung – Fünf Erkenntnisse für die Praxis“

– ufuq.de: Simone Rehm –
Anhand von Fallanalysen aus 13 Familiensystemen im salafistisch-dschihadistischen Kontext zeigt Simone Rehm, wie autoritäre Rollenzuschreibungen, Erfahrungen von Ausgrenzung und Misogynie extremistische Entwicklungen begünstigen können. Sie macht zugleich deutlich, dass sich Opfer- und Täterrollen nicht immer eindeutig voneinander trennen lassen, sondern häufig gleichzeitig bestehen. Als ein wichtiger Schutzfaktor erweisen sich der Autorin zufolge dagegen langfristige und verlässliche Bindungen im familiären und sozialen Umfeld.

Zum Beitrag auf ufuq.de
 

„Radikalisierung immer stärker über das Netz“

– ZDFheute: Holger Münch im Gespräch mit Jochen Breyer –
Sind die Sozialen Medien außer Kontrolle geraten? Diese Frage stellt Jochen Breyer und untersucht, welchen Einfluss Plattformen und Algorithmen auf die heutige Gesellschaft haben. Im Interview mit Bundeskriminalamt-Präsident Holger Münch steht insbesondere die zunehmende Radikalisierung im Netz im Fokus. Münch kritisiert die fehlenden Strukturen im Umgang mit Extremismus innerhalb der Plattformen und die mangelnde Verantwortung der Plattformbetreiber. Zudem warnt er vor der Wirkung algorithmischer Empfehlungen und plädiert für strengere Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Zum Beitrag auf zdfheute.de
 

„So macht man Stimmung“

– Jüdische Allgemeine: Ahmad Mansour –
Während in Deutschland vor allem über Israels Vorgehen im Krieg gegen die Terrormiliz Hisbollah diskutiert wird, geraten die politischen Interessen vieler Libanesinnen und Libanesen oft aus dem Blick. Ahmad Mansour kritisiert eine aus seiner Sicht einseitige Berichterstattung und fordert mehr Aufmerksamkeit für die Rolle der Hisbollah und des Iran im Konflikt.

Zum Beitrag auf juedische-allgemeine.de
 

„Der syrische Islamismus ist auch unser Problem“

– Frankfurter Allgemeine Zeitung: Ronya Othmann –
Während in Syrien Boykottkampagnen gegen Minderheiten gefördert werden, empfängt die Bundesregierung die islamistischen Machthaber Syriens mit diplomatischer Offenheit. Ronya Othmann kritisiert diesen Umgang und beschreibt dabei, wie alawitische, drusische und andere Minderheiten in Syrien zunehmend unter Druck geraten. Sie warnt davor, dass die Entwicklung des Islamismus in Syrien auch einen Einfluss auf Deutschland habe und bemängelt das Fehlen einer offenen Kritik an dem Vorgehen der syrischen Machthaber. Syrien werde meist nur im Zusammenhang mit Abschiebungen oder der Rückkehr von Flüchtlingen erwähnt, so die Autorin.

Zum Beitrag auf faz.net (Paywall)
 

„‚Terror-Teenager‘ machen den Behörden zunehmend Sorgen“

– Bayerischer Rundfunk: Hans-Joachim Vieweger –
Die Generalstaatsanwaltschaft München warnt vor einer zunehmenden Online-Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen. Besonders islamistische Akteurinnen und Akteure, aber auch rechtsextreme Gruppierungen und sogenannte „Sadisten-Netzwerke“ nutzten Soziale Medien und Messenger-Dienste gezielt, um Minderjährige anzusprechen, zu manipulieren und zu Gewalt zu motivieren. Angesichts dieser Entwicklung fordern die Ermittlerinnen und Ermittler eine stärkere Sensibilisierung für digitale Radikalisierungs- und Gefährdungsprozesse.

Zum Beitrag auf br.de
 

Antimuslimischer Rassismus: Begriff und Kontroversen

– Frankfurter Rundschau: Oliver Marquart –
In seinem Beitrag setzt sich Oliver Marquardt mit der Debatte um den Begriff „antimuslimischer Rassismus“ auseinander. Vor dem Hintergrund des aktuellen CLAIM-Lagebilds (siehe Meldungen aus dem Arbeitsfeld) argumentiert der Autor, dass das Ringen um antimuslimischen Rassismus keine bloße Begriffsdebatte sei, sondern sich in konkreten Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen manifestiere. Zugleich thematisiert der Beitrag die Abgrenzung zwischen legitimer Kritik an islamistischen Akteurinnen und Akteuren sowie pauschalisierenden Zuschreibungen gegenüber Musliminnen und Muslimen.

Zum Beitrag auf fr.de
 

„Brücke zwischen den Religionen“

– Frankfurter Allgemeine Zeitung: Alexandra Eisen –
In ihrem Beitrag bespricht Alexandra Eisen die Wanderausstellung „Dialograum“ des Bildungswerkes Maimonides. Anhand von 20 Gegenüberstellungen jüdischer und islamischer Traditionen werden Gemeinsamkeiten beider Religionen aufgezeigt. Ziel des Projektes sei es, Vorurteile abzubauen, den Dialog zu fördern und somit der gesellschaftlichen Polarisierung entgegenzuwirken. Die Ausstellung macht derzeit an Frankfurter Schulen Station.

Zum Beitrag auf faz.net (Paywall)
 

„Islamistisches Sivas-Massaker in der Türkei: Wie die deutsche Justiz den Tod von 35 Aleviten sühnen soll“

– Tagesspiegel: Hannes Heine –
Mehr als 30 Jahre nach dem Brandanschlag auf ein Hotel in der türkischen Stadt Sivas, bei dem 35 Alevitinnen und Aleviten von einem Mob türkischer Rechtsextremisten und Islamisten getötet wurden, hoffen die Hinterbliebenen weiterhin auf Gerechtigkeit. Neun Männer, die in den Anschlag involviert waren, entzogen sich der Haftstrafe – unter ihnen auch Vahit K.. Obwohl eine Verurteilung in der Türkei gegen ihn rechtskräftig wurde und seit 2010 ein internationaler Haftbefehl vorliegt, wurde der in Deutschland lebende Vahit K. weder ausgeliefert noch strafrechtlich verfolgt. Hannes Heine erzählt die Geschichte von Yeter Gültekin, deren Ehemann bei dem Massaker sein Leben verlor, und zeigt das Spannungsfeld zwischen Angst und Hoffnung gegenüber den deutschen Behörden im Umgang mit Straftätern.

Zum Beitrag auf tagesspiegel.de (Paywall)
 

Materialien und Handreichungen

 

Basisheft: „Gesellschaft“

– Wochenschau – Politik und Wirtschaft unterrichten: Carmen Altmeyer und Till Herold –
Die neue WOCHENSCHAU-Ausgabe „Gesellschaft“ widmet sich unter anderem demokratiefeindlichen Ideologien und ihrer Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein Schwerpunkt liegt auf islamistischen Akteurinnen und Akteuren sowie deren religiöser Legitimationsstrategie; ergänzt wird das Heft durch Unterrichtsmaterialien zu Rechtsextremismus und Verschwörungsideologien. Die Publikation richtet sich an die Sekundarstufe II und bietet Lehrkräften praxisnahe Materialien für die politische Bildung und Extremismusprävention.

Zur kostenpflichtigen Handreichung auf wochenschau-online.de
 

Antisemitismuskritisches Spiel: „ShoutOut“

– Universität Duisburg-Essen –
Ein neues digitales Lernspiel der Universität Duisburg-Essen soll Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse dabei unterstützen, antisemitische Inhalte und Holocaustverzerrungen in Sozialen Medien zu erkennen und kritisch zu reflektieren. Entwickelt wurde das wissenschaftlich fundierte Bildungsangebot gemeinsam mit einer Kreativagentur aus den Niederlanden. Das Spiel verbindet Antisemitismuskritik mit Social-Media-Literacy und steht Schulen ab Juli 2026 kostenfrei in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Begleitet wird das Angebot durch Bildungsmaterialien, die zum Download stehen.

Zum Portal des Projekts auf uni-due.de

Zum Spiel auf shout.gusmanson.de
 

Handbuch für Behörden und Verwaltungen: „Wissen. Erkennen. Handeln: Antimus­li­mi­scher Rassismus“

– CLAIM –
Antimuslimischer Rassismus begegnet Menschen nicht nur in Form von Hass oder offenen Anfeindungen. Dieser zeigt sich auch in Routinen, am Arbeitsplatz, in Behörden oder Bildungseinrichtungen. Obwohl diese Mechanismen oft unsichtbar bleiben, sind die Folgen für Betroffene gravierend: Sie beeinflussen, ob Personen ernst genommen werden oder die gleichen Chancen bekommen. Mit dem Handbuch bietet CLAIM eine praxisnahe Orientierung für den Arbeitsalltag für Behörden und Verwaltungen. Zusätzlich zu grundlegenden Informationen und rechtlicher Einordnung enthält es konkrete Fallbeispiele, Übungen und Handlungsempfehlungen und unterstützt somit Fachkräfte dabei, Diskriminierung zu erkennen, angemessen darauf zu reagieren und zukünftig diskriminiersungssensible Strukturen zu fördern.

Zur Handreichung auf claim-organisation.de
 

Berichte und Analysen

 

Verfassungsschutzbericht 2025

– Bundesamt für Verfassungsschutz –
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Sinan Selen, haben den Verfassungsschutzbericht 2025 vorgestellt. Im Bereich Islamismus und islamistischer Terrorismus stieg das Personenpotenzial demnach leicht auf 28.645 Personen (2024: 28.280), während das gewaltorientierte islamistische Personenpotenzial geringfügig auf rund 9.110 Personen zurückging.

Die Tagesschau ordnet die zentralen Befunde des Berichts ein und verweist auch auf die zunehmende Radikalisierung junger Menschen sowie die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf antisemitische Mobilisierung.

Die Jüdische Allgemeine vertieft die Beobachtungen des Verfassungsschutzberichts zur verbindenden Rolle von Antisemitismus und Israelfeindschaft für unterschiedliche extremistische Akteurinnen und Akteure über die ideologischen Lager hinweg. Dabei beleuchtet der Beitrag insbesondere die ideologischen Schnittmengen zwischen linksextremistischen und islamistischen Akteurinnen und Akteuren im Kontext des Nahostkonflikts.

Zum Bericht auf verfassungsschutz.de

Zur Meldung über die zentralen Befunde des Verfassungsschutzberichts auf tagesschau.de

Zur Meldung über die Brückenfunktion antisemitischer und israelfeindlicher Haltungen auf juedische-allgemeine.de
 

Neue Lagebilder beleuchten antimuslimische Vorfälle bundesweit und in Berlin

– CLAIM –
Mit dem bundesweiten Lagebild 2025 hat das Netzwerk CLAIM eine umfassende zivilgesellschaftliche Bestandsaufnahme zu antimuslimischem Rassismus in Deutschland vorgelegt. Gewarnt wird darin vor einer Zunahme antimuslimischer Übergriffe und davor, die Erfahrungen Betroffener zu relativieren. Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr 4.096 antimuslimische Vorfälle dokumentiert – durchschnittlich elf pro Tag. Einen Anspruch auf Repräsentativität erheben die Autorinnen und Autoren mit dem Lagebild nicht.

Bereits zuvor veröffentlichte CLAIM die Jahresbilanz für Berlin. Die Melde- und Informationsstelle Report! Berlin dokumentierte dort 975 antimuslimische Vorfälle im Jahr 2025 – deutlich mehr als im Vorjahr. Erfasst wurden unter anderem Beleidigungen, Diskriminierungen, Sachbeschädigungen und körperliche Angriffe, die sich vor allem im öffentlichen Raum, in Bildungseinrichtungen und am Arbeitsplatz ereigneten.

Begleitet wurde die Veröffentlichung zudem von einer erneuten Debatte über CLAIM. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung greift Kritik an früheren personellen und organisatorischen Verbindungen einzelner Mitgliedsorganisationen zu islamistischen Milieus auf und ordnet diese in die aktuelle Diskussion um das Netzwerk ein.

Zum bundesweiten Lagebild 2025 auf claim-organisation.de

Zur Jahresbilanz in Berlin 2025 auf claim-organisation.de

Zur Meldung auf dw.com

Zur Meldung auf faz.net (Paywall)
 

Analyse: „Ein islamistischer Triumph gegen die Staatsräson?“

– KN:IX connect: Patrick Möller –
In seiner Analyse untersucht Patrick Möller die aus dem Umfeld der Hizb ut-Tahrir stammende „Nie wieder Staatsräson“-Petition mit über 500.000 Unterschriften. Im Zentrum steht der Gaza-Krieg, der in Deutschland zu einem innenpolitischen Spannungsfeld wurde. Die Petition wurde über Online-Plattformen gestartet, verbreitete sich schnell in den Sozialen Medien und verlagerte sich anschließend in den öffentlichen Raum. Möller fragt in seinem Beitrag, wie sich die Kampagne in einem hoch polarisierten gesellschaftlichen Kontext auf diese Weise verbreiten konnte.

Zur Analyse auf kn-ix.de
 

Analyse: „Gegenstandsangemessene Wirkungsevaluation in Demokratieförderung und nonformaler politischer Bildung. Eine fachliche Einordnung am Beispiel des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘“

– Transfer für Bildung: Marcel Hansek, Helle Becker und Dirk Posenau –
Das Analysepapier befasst sich mit der Wirkungsevaluation in der Demokratieförderung, politischen Bildung und Extremismusprävention. Am Beispiel des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ diskutieren die Autorinnen und Autoren, warum klassische experimentelle Designs von Wirkungsmessung in diesem Feld häufig an ihre Grenzen stoßen. Als Lösung stellt das Papier das Konzept der Gegenstandsangemessenheit vor, das Evaluationsverfahren stärker an die Eigenschaften des Handlungsfeldes anpasst und damit aussagekräftigere Bewertungen ermöglicht.

Zur Analyse auf transfer-politische-bildung.de
 

Analyse: „Islamistische Anschläge in Deutschland“

– Mediendienst Integration –
Im letzten Jahr registrierten die Behörden vier mutmaßlich islamistisch motivierte Anschläge, allerdings blieb Deutschland 2026 bislang von entsprechenden Taten verschont. Der Bericht gibt einen Überblick über die Anschläge der vergangenen zwei Jahre, den aktuellen Stand entsprechender Strafverfahren und zeigt, wie unterschiedlich Behörden und Forschungsprojekte islamistische Anschläge erfassen und bewerten.

Zur Analyse auf mediendienst-integration.de
 

Bericht: „dist[ex] monitor - Bericht 2. Quartal 2026“

– dist[ex] –
Der dist[ex] Monitor beobachtet Plattformen, auf denen extremistische Akteurinnen und Akteure aktiv sind, erfasst Daten wie Likes, Views und Kommentare und wertet diese aus. Im zweiten Quartal des Jahres 2026 lag der Fokus unter anderem auf der Analyse der Instrumentalisierung der „Epstein-Files“ durch extremistische Gruppierungen sowie des Fastenmonats Ramadan und dessen Vereinnahmung speziell durch islamistische Akteurinnen und Akteure. Ebenso wird beleuchtet, wie extremistische Akteurinnen und Akteure Künstliche Intelligenz für ihre Zwecke einsetzen.

Zum Bericht auf dist-ex.de
 

Abschlussbericht: „Bedarfe der pädagogischen Islamismusprävention in Berlin“

– DJI: Maruta Herding, Maria Jakob und Tobias Johann –
Eine aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) untersucht die Bedarfe der pädagogischen Islamismusprävention in Berlin. Zwar werden islamistische Radikalisierungen von Kindern und Jugendlichen durch die Fachkräfte derzeit überwiegend als Einzelfälle wahrgenommen, zugleich gewinnen Online-Radikalisierung, Antisemitismus und die Auswirkungen des Nahostkonflikts im pädagogischen Alltag an Bedeutung. Die Studie empfiehlt unter anderem den Ausbau von Fortbildungs- und Unterstützungsangeboten sowie eine stärkere Vernetzung der Präventionsakteurinnen und -akteure.

Zum Abschlussbericht auf dji.de
 

Policy Brief: „From Classrooms to Chatbots“

– OSZE –
Mit dem Policy Brief „From Classrooms to Chatbots“ legt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE, engl. OSCE) Empfehlungen zur Prävention von Online-Radikalisierung bei Kindern und Jugendlichen vor. Im Mittelpunkt stehen die wachsende Bedeutung Sozialer Medien, Messenger-Dienste, Gaming-Plattformen und generativer Künstlicher Intelligenz (KI) für die Verbreitung extremistischer Propaganda – darunter auch dschihadistischer Inhalte – sowie die Notwendigkeit, Medien- und Informationskompetenz systematisch in Schulen zu stärken. Der Bericht empfiehlt unter anderem eine stärkere Einbindung von Lehrkräften und Eltern, alters- und gendersensible Präventionsansätze sowie eine bessere Vorbereitung auf digitale Radikalisierungsdynamiken und den Umgang mit KI-gestützten Desinformations- und Rekrutierungsstrategien.

Zum Policy Brief auf projects.osce.org (auf Englisch)
 

Abschlussbericht: „Zahl der Musliminnen und Muslime in Deutschland 2025“

– BAMF: Anja Stichs –
Zwischen 6,6 und 7 Millionen Musliminnen und Muslime mit Migrationshintergrund aus islamisch geprägten Herkunftsländern lebten 2025 in Deutschland. Der neue Forschungsbericht des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) analysiert Größe, Herkunftsstruktur und regionale Verteilung der muslimischen Bevölkerung und zeigt, dass diese in den vergangenen Jahren heterogener geworden ist. Zudem dokumentiert die Hochrechnung deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern sowie den Anstieg des muslimischen Bevölkerungsanteils seit 2019.

Zum Abschlussbericht auf bamf.de
 

Kostenpflichtige Neuerscheinungen

 

Sachbuch: „Beten im Spannungsfeld der säkularen Schule. Eine empirische Untersuchung zur Gebetspraxis muslimischer Schüler*innen“

– Katty Nöllenburg –
In der Debatte um das Verhältnis von Bildungspolitik, Religionsfreiheit und säkularem Staat gelingt es Politik, Medien, Verwaltung und Wissenschaft häufig nicht, die Perspektiven religiöser Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Besonders sichtbar wird das Spannungsfeld, wenn sich Gebetszeiten muslimischer Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schulzeit überschneiden. Die Studie zeigt, dass Schülerinnen und Schüler durch stärkeren Zusammenhalt und die aktive Wahrnehmung ihrer demokratischen Rechte mehr Sicherheit und Teilhabemöglichkeiten gewinnen. Gleichzeitig werden allerdings ihre religiösen Anliegen von Schulen häufiger als ungewohnt oder problematisch wahrgenommen.

Zum Sachbuch auf springer.com (Softcover: 89,99 Euro / e-Book: 69,99 Euro)
 

Sachbuch: „Politischer Islam – eine hybride Bedrohung Europas. Der ‚Civilization Jihad‘ der Muslimbruderschaft“

– Heiko Heinisch, Nina Scholz und Gustav E. Gustenau –
Die Muslimbruderschaft gilt als die einflussreichste islamistische Bewegung weltweit und beeinflusst seit Jahrzehnten die Ideologie und Strategie zahlreicher weiterer islamistischer Bewegungen. Heiko Heinisch, Nina Scholz und Gustav E. Gustenau analysieren ihre langfristigen Strategien gesellschaftlicher Einflussnahme und beschreiben, wie politische Ziele über religiöse, soziale und zivilgesellschaftliche Strukturen verfolgt werden. Im Mittelpunkt stehen die strategischen Handlungsfelder, Entwicklungsphasen und Wirkmechanismen einer Bewegung, die gesellschaftlichen Wandel als langfristiges Projekt versteht.

Zum Sachbuch auf springer.com (Softcover: 59,00 Euro / e-Book: kostenlos)
 

Sachbuch: „Der Islam und ich“

– Hasnain Kazim –
In seinem neuen Buch verbindet der Publizist Hasnain Kazim persönliche Erfahrungen mit einer gesellschaftspolitischen Analyse. Er zeigt, wie er als Kind muslimischer Eltern durch alltägliche rassistische Situationen navigiert und wie seine Zeit in islamisch geprägten Ländern ihn beeinflusst hat. Gleichzeitig warnt er vor einer schleichenden Ausweitung islamischer Normen im Alltag und plädiert für eine Debattenkultur, in der problematische Entwicklungen offen und sachlich angesprochen werden. Mit dem Deutschlandfunk hat er ausführlich über sein Buch gesprochen.

Zum Sachbuch auf penguin.de (Hardcover: 20,00 Euro / e-Book: 17,99 Euro)

Zur Podcastfolge auf deutschlandfunk.de
 

Audio- und Videobeiträge

 

„Folge #41 | Schiitischer Islamismus im Blick“

– KN:IX talks: Audio; 31 Minuten –
Welche Rolle spielen regimenahe Netzwerke der Islamischen Republik Iran in Deutschland? Guido Steinberg beleuchtet in dieser Folge von KN:IX talks schiitisch-islamistische Strukturen, den Einfluss des iranischen Regimes sowie deren Bedeutung für Antisemitismus, transnationale Repression und islamistische Milieus. Außerdem wird diskutiert, welche Herausforderungen sich daraus für Präventionsakteurinnen und -akteure ergeben.

Zur Podcastfolge auf kn-ix-talks.podigee.io
 

„Folge #40 | Spielräume für Extremismus?“

– KN:IX talks: Audio; 33 Minuten –
Gaming-Plattformen sind seit langem mehr als nur Orte der Unterhaltung. Sie dienen auch als Räume für politische Kommunikation, ideologische Einflussnahme und Radikalisierung. Diese Folge von KN:IX talks thematisiert, wie sich islamistischer Antisemitismus in digitalen Spielkulturen äußert und welche Narrative sich dort verbreiten. Constantin Winkler und Mick Prinz ordnen aktuelle Entwicklungen ein, beleuchten Risiken von Hass und Radikalisierung in Gaming-Communities und diskutieren, welche Ansätze der Präventionspraxis helfen könnten.

Zur Podcastfolge auf kn-ix-talks.podigee.io
 

„Radikalisierung auf Gaming-Plattformen mit Constantin Winkler“

– Game Based: Audio; 28 Minuten –
Welche Rolle spielen Gaming-Plattformen bei Radikalisierungsprozessen? In einer neuen Podcastfolge von Game Based (Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg) stellt Constantin Winkler das Forschungsprojekt „RadiGaMe“ vor und erläutert, wie extremistische Akteurinnen und Akteure Plattformen wie Discord, Roblox oder Steam für Propaganda und Rekrutierung nutzen. Thematisiert werden zudem die Normalisierung extremistischer Sprache und Memes im digitalen Raum sowie Handlungsempfehlungen für Eltern, Lehrkräfte und die Präventionspraxis.

Zur Podcastfolge auf buzzsprout.com
 

„Saba-Nur Cheema & Meron Mendel, wie geht jüdisch-muslimischer Dialog?“

– ZEIT: Alles gesagt?: Audio; 5 Stunden und 35 Minuten –
Saba-Nur Cheema und Meron Mendel gelten als das bekannteste muslimisch-jüdische Paar Deutschlands. Im ZEIT-Podcast „Alles gesagt?“ sprechen sie über ihre Herkunft und ihren Kampf gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Gemeinsam diskutieren sie über den 7. Oktober und dessen Auswirkungen auf den jüdisch-muslimischen Dialog.

Zur Podcastfolge auf zeit.de
 

„Wird Deutschland heimlich von Islamisten unterwandert? Mit Güner Balci“

– Ronzheimer: Audio; 50 Minuten –
Güner Balci, die Integrationsbeauftragte von Neukölln, warnt im Podcast von Paul Ronzheimer vor wachsendem islamistischen Einfluss in deutschen Städten. Vor allem Zwangsehen, Homophobie und Antisemistismus prägten in bestimmten Milieus das Klima. Balci kritisiert den aus ihrer Sicht nachlässigen Umgang des Staates mit islamistischen Akteurinnen und Akteuren. Im Vordergrund steht die Frage, wie Demokratien auf solche Herausforderungen reagieren können, ohne pauschal gegen gesellschaftliche Gruppen zu polemisieren.

Zur Podcastfolge auf ronzheimer.podigee.io
 

„Gaza-Proteste und Polizei – Ein Blick auf Polizeiforschung und Polizeipraxis“

– INTERKRIM – Kriminologie im Gespräch: Audio; 50 Minuten –
Wie entstehen Proteste? Wie entwickeln sie sich und ab wann weichen sie so stark ab, dass sie als kriminell beschrieben werden können? Bärbel Bongartz spricht mit dem Islam- und Politikwissenschaftler Behnam Heidenreuter über aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung zu den Gaza-Protesten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Dynamiken zwischen Teilnehmenden, Polizei und Öffentlichkeit – die sich spätestens seit dem 7. Oktober 2023 verschärft haben.

Zur Podcastfolge auf interkrim.de
 

Zwei Podcastfolgen über die aktuelle Situation deutscher „IS“-Gefangener

– Der Funkstreifzug: Audio; 16 Minuten; Deutschlandfunk: Audio; 21 Minuten –
Nach dem Zusammenbruch des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS) sitzen weiterhin zahlreiche ehemalige „IS“-Angehörige in Gefängnissen und Lagern im Nahen Osten – darunter auch deutsche Staatsangehörige.

Eine aktuelle Podcastfolge von Der Funkstreifzug beleuchtet anhand von Interviews mit Angehörigen, Anwältinnen und Anwälten sowie Sicherheitsexpertinnen und -experten die Situation der Gefangenen und die Frage nach der Verantwortung Deutschlands.

Eine andere aktuelle Podcastfolge des Deutschlandfunks knüpft an die jüngsten Entwicklungen an und thematisiert die Verlegung tausender Gefangener in den Irak sowie die damit verbundenen rechtlichen und politischen Herausforderungen für den Umgang mit deutschen „IS“-Angehörigen.

Zur Podcastfolge auf ardsounds.de

Zur Podcastfolge auf deutschlandfunk.de
 

„Was christliche und muslimische Antifeministen gemein haben“

– Deutschlandfunk Kultur, Religionen: Audio; 12 Minuten –
Der Trend der „Manosphere“ verbreitet sich zunehmend über christliche bis hin zu muslimischen Influencern. Besonders durch Social Media hat diese Bewegung stark an Reichweite gewonnen. Figuren wie Andrew Tate verbreiten im Internet das Ideal des „harten Mannes“, antifeministische Vorstellungen und traditionelle Geschlechterbilder. BAG RelEx-Geschäftsführerin Jamuna Oehlmann erläutert, was die „Manfluencer“ ausmacht und was sie gemeinsam haben.

Zur Podcastfolge auf deutschlandfunkkultur.de
 

„Markus Lanz vom 16. Juni 2026“

– ZDF: Video; 75 Minuten –
In dieser Talkshow-Folge diskutiert Markus Lanz mit der Grünen-Politikerin Lamya Kaddor, der Autorin Güner Balci, der Publizistin Khola Hübsch und dem Journalisten Sascha Adamek über die Integrationspolitik sowie den Umgang mit Vielfalt in der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland. Außerdem geht es um gesellschaftliche Vorurteile und die Einschätzung von Herausforderungen durch islamistische Strömungen.

Zur Talkshowfolge auf zdf.de
 

Meldungen aus dem Arbeitsfeld

 

„Demokratie leben!“: neue Förderrichtlinien veröffentlicht

Mit der Veröffentlichung der neuen Förderaufrufe und Förderkriterien hat das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend die geplante Neuausrichtung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ konkretisiert. Die bisherige Programmstruktur wird grundlegend verändert: Künftig fördert das Programm auf den Ebenen Bund, Länder, Kommunen und erstmals auch im digitalen Raum; hinzu kommt das Sondervorhaben „Integration und Teilhabe“. Gleichzeitig entfallen die bisherigen Förderschwerpunkte „Innovation“ und „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“. Die Förderung von Maßnahmen gegen Islamismus zählt weiterhin zu den Kernbereichen des Bundesprogramms. Ziel der Neuausrichtung sei es, insbesondere Personengruppen anzusprechen, die bisher nicht durch die im Rahmen des Bundesprogramms geförderten Projekte erreicht wurden.

Die Antragstellung auf Förderung ist im Zeitraum 3. August 2026 bis 4. September 2026 möglich. Parallel dazu sucht das Ministerium nach Sachverständigen, die dieses bei der Begutachtung der Interessenbekundungen zur Projektförderung unterstützen sollen. Bewerbungen sind ab sofort bis 6. August 2026 möglich.

Die angekündigte Reform wird derweil auch im Bundestag kontrovers diskutiert. In Antworten auf Kleine Anfragen der AfD-Fraktion und der Fraktion Die Linke erläutert die Bundesregierung die Ziele der Neuausrichtung, verteidigt die stärkere Ausrichtung auf Extremismusprävention und begründet unter anderem die neuen Förderkriterien, die geplante stärkere Prüfung geförderter Träger sowie Änderungen bei den Förderschwerpunkten und der Programmstruktur.

Zur Meldung über die Veröffentlichung der neuen Förderkriterien auf bmbfsfj.bund.de

Zur Meldung über die Suche nach Sachverständigen auf bmbfsfj.bund.de

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion auf dserver.bundestag.de

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke auf dserver.bundestag.de

Zur Meldung auf br.de
 

Marwa El-Sherbini-Preis: Auszeichnung für Engagement gegen antimuslimischem Rassismus

Anlässlich des Tages gegen antimuslimischen Rassismus am 1. Juli wurde erneut der Marwa El-Sherbini-Preis verliehen. Die Auszeichnung erinnert an die 2009 aus rassistischen Motiven ermordete Marwa El-Sherbini und würdigt besonderes Engagement gegen Muslimfeindlichkeit. Zu den diesjährigen Preisträgern zählen der Islamwissenschaftler Michael Kiefer, der Regisseur Çağdaş Yüksel sowie die deutsch-bosnische Initiative AMANET, die sich in Wissenschaft, Kultur und Erinnerungsarbeit gegen Diskriminierung und Ausgrenzung engagieren.

Verliehen wird der Preis seit 2022 vom Forum muslimische Zivilgesellschaft NRW (FmZ), das sich nach eigenen Angaben für die Sichtbarkeit muslimischen Engagements und den Abbau antimuslimischer Diskriminierung einsetzt.

Zur Meldung auf ndr.de

Zur Meldung auf wdr.de
 

Meldestelle für Vorfälle im Zusammenhang mit türkischem Rechtsextremismus geschaffen

Nach wie vor erhält türkischer Rechtsextremismus im Vergleich zu anderen Phänomenbereichen des Extremismus nur geringe Aufmerksamkeit. Dabei sind die dem türkischen Ultranationalismus zugeordneten „Grauen Wölfe“ eine der größten rechtsextremen Bewegungen in Deutschland. Um Vorfälle sichtbar zu machen, hat die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) eine bundesweite Meldestelle eingerichtet. Ziel ist es, die Dokumentation, Einordnung und Auswertung sowie die Entwicklungen sichtbar zu machen.

Zur Meldung auf fatrex.de
 

Berliner Studie zeigt hohe Gewalt- und Konfliktbelastung an Schulen

Das Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer untersucht erstmals umfassend Gewalt, Konflikte, Diskriminierung und Konformitätsdruck an Schulen des Landes. Grundlage sind Angaben von mehr als 14.000 Schülerinnen und Schülern sowie über 2.500 Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeitenden. Die Studie zeigt unter anderem eine wachsende Gewaltbelastung seit der Corona-Pandemie, zunehmende digitale Konflikte sowie religiösen und sozialen Konformitätsdruck im Schulalltag.

Zum Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer auf berlin.de
 

Aktuelle Meldungen zum Thema Islamismus

Instrumentalisierung von Kindern auf islamistischer Demonstration in Berlin
Eine öffentliche Prozession zum schiitischen Gedenktag Aschura hat in Berlin wegen einer szenischen Darstellung mit an Seilen gebundenen Kindern bei Temperaturen von bis zu 40 Grad bundesweit Kritik ausgelöst. Nach Angaben der Polizei wurde die Darstellung nach einem Gespräch mit der Versammlungsleitung beendet. Medienberichte thematisierten darüber hinaus die politische Instrumentalisierung des schiitischen Gedenktages sowie Bezüge einzelner Teilnehmender zu iranischen Regimesymbolen und islamistischen Akteuren.

Zur Meldung auf tagesspiegel.de

Zur Meldung auf welt.de

Ermittlungen nach möglicher Spionage nahe einer Synagoge in Köln
Im Mai 2026 wurden Mitarbeitende des Sicherheitsdienstes einer Kölner Synagoge auf einen Mann aufmerksam, der das Gemeindehaus gefilmt und daraufhin hektisch telefoniert haben soll. Mit welchem Ziel er gefilmt hat, ist bislang noch nicht bekannt. Der Mann ist bereits wegen eines anderen Vorfalls als sogenannter „Prüffall Islamismus“ eingestuft.

Zur Meldung auf focus.de

Aktuelles zu deutschen „IS“-Angehörigen in Syrien und im Irak
Die konsularische Betreuung deutscher Staatsangehöriger mit mutmaßlichem Bezug zum „IS“, die im Irak inhaftiert sind, bleibt ausgesetzt. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes betrifft dies derzeit rund 25 Personen. Grund seien unter anderem die Sicherheitslage und eingeschränkte personelle Kapazitäten.

Die Bundesregierung hat zudem auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion aktuelle Zahlen zu Ein- und Ausreisen im Zusammenhang mit dem „IS“ und anderen islamistischen Gruppierungen in Syrien und im Irak veröffentlicht. Demnach seien seit 2011 mehr als 1.150 Personen aus Deutschland in die Konfliktregion ausgereist, rund 40 Prozent seien zwischenzeitlich zurückgekehrt. Die Antwort enthält außerdem Angaben zu Strafverfahren, Verurteilungen und Deradikalisierungsmaßnahmen für Rückkehrende.

Zur Meldung über die konsularische Betreuung auf br.de

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion auf dserver.bundestag.de

Debatte um Abschiebungen nach Afghanistan und Syrien verschärft sich
Die Bundesregierung will Abschiebungen nach Afghanistan deutlich ausweiten. Nach Medienberichten sollen künftig bis zu drei Charterflüge pro Monat nach Kabul möglich sein; zusätzlich sollen Einzelrückführungen per Linienflug möglich bleiben. Mitte Juni wurden bereits 32 afghanische Männer abgeschoben, laut Bundesinnenministerium handelte es sich um verurteilte Straftäter.

Parallel dazu rechtfertigt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen ihre Kontakte zu den Taliban als technisch-operative Gespräche. Diese seien notwendig, um Rückführungen vorzubereiten, bedeuteten aber keine politische Anerkennung der Taliban als rechtmäßige Regierung Afghanistans. Auch auf EU-Ebene fanden erstmals Gespräche mit Taliban-Vertretern in Brüssel statt.

Auch die Innenministerkonferenz befasste sich mit einer Verschärfung der Abschiebepraxis. Ihr Vorsitzender, der Hamburger Innensenator Andy Grote (SPD), forderte geringere Hürden für die Abschiebung straffälliger Geflüchteter, auch bei bestehendem Schutzstatus. Während Unionspolitikerinnen und -politiker auf mehr Abschiebungen drängen, warnen Grüne vor Entscheidungen nach „Bauchgefühl“ und verweisen auf die weiterhin unsichere Lage im Land, die insbesondere religiöse Minderheiten treffe.

Zur Meldung über die Ausweitung der Abschiebungen nach Afghanistan auf faz.net (Paywall)

Zur Meldung über den Charterflug auf zeit.de

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen auf dserver.bundestag.de

Zur Meldung über die Gespräche mit den Taliban in Brüssel auf tagesschau.de

Zur Meldung über die Debatte auf der Innenministerkonferenz auf zeit.de

Zur Meldung über die Kritik der Grünen an den Abschiebeplänen der Bundesregierung auf merkur.de

Social-Media-Verbot für Minderjährige: Ethikrat und Expertenkommission legen Handlungsempfehlungen vor
Der Deutsche Ethikrat hat sich gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Minderjährige ausgesprochen. Stattdessen empfiehlt das Gremium, den Kinder- und Jugendschutz stärker an den Risiken digitaler Plattformen auszurichten und Anbieter stärker in die Verantwortung zu nehmen.

Auch die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ befasst sich mit möglichen Regulierungsansätzen. Sie stellt eine Altersgrenze für Soziale Medien einer risikobasierten Regulierung gegenüber und skizziert verschiedene Maßnahmen, um Kinder und Jugendliche wirksamer vor digitalen Gefährdungen zu schützen.

Zu den Empfehlungen des Ethikrats auf ethikrat.org

Zu den Empfehlungen der Expertenkommission auf bmbfsfj.bund.de

Deutsche Journalistin nach Haft in Syrien freigelassen
Die seit Januar in Syrien inhaftierte deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann ist freigelassen worden und nach Deutschland zurückgekehrt. Nach Angaben ihrer Familie befand sie sich mehrere Monate in Isolationshaft. Das Auswärtige Amt hatte sich nach Medienberichten gemeinsam mit der deutschen Botschaft in Damaskus für ihre Freilassung eingesetzt.

Zur Meldung auf zdfheute.de
 

Islamismus vor Gericht

Düsseldorf: Terroranschlag von Bielefeld – Täter zu lebenslanger Haft verurteilt
Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat den Täter des Anschlags in Bielefeld zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 36-Jährige hatte im Mai 2025 vor einer Bar auf mehrere Personen eingestochen – vier wurden dabei lebensgefährlich verletzt. Nach Überzeugung des Gerichts handelte der Syrer im Sinne der dschihadistischen Ideologie und bekannte sich zur Terrororganisation „Islamischer Staat“.

In einer Reportage schildert Christoph Koopmann die Folgen der Attacke, zeigt, unter welchen Bedingungen die Opfer überleben konnten und wie diese bis heute unter den körperlichen und psychischen Folgen leiden.

Zur Meldung auf rnd.de

Zur Reportage auf sueddeutsche.de (Paywall)

Wien: Angeklagter im Prozess um Anschlagspläne auf Taylor-Swift-Konzerte zu Haft verurteilt
2024 wurden die Taylor-Swift-Konzerte in Wien aufgrund eines mutmaßlich geplanten islamistischen Anschlags abgesagt. Nun wurde der 21-jährige Verdächtige zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Landesgericht Wiener Neustadt sprach ihn unter anderem wegen Terrorismusvorwürfen schuldig. Auch ein Mitangeklagter erhielt eine mehrjährige Haftstrafe.

Zur Meldung auf tagesschau.de

Hamburg: Prozess wegen mutmaßlich antisemitisch motivierter Anschlagspläne mit Verbindungen zum iranischen Geheimdienst hat begonnen
Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht hat der Prozess gegen zwei Männer begonnen, die im Auftrag Teherans jüdische und pro-israelische Ziele in Deutschland ausgespäht haben sollen. Die Bundesanwaltschaft sieht das iranische Regime als mutmaßlichen Auftraggeber. Den Angeklagten wird vorgeworfen, mögliche Ziele für Brand- und Mordanschläge ausgekundschaftet zu haben.

Zur Meldung auf handelsblatt.com

Hamburg: 33-Jähriger wegen Spenden an „IS“ zu Geldstrafe verurteilt
Das Hanseatische Oberlandesgericht hat einen 33-Jährigen wegen Unterstützung der Terrororganisation „IS“ zu einer Geldstrafe von 5.500 Euro verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Mann zwischen 2021 und 2022 insgesamt 220 Euro an den „IS“ überwiesen, um Mitglieder der Terrororganisation in Syrien finanziell zu unterstützen.

Zur Meldung auf ndr.de

Düsseldorf: Bundesanwaltschaft klagt mutmaßliche „IS“-Mitglieder an
Zwei irakische Staatsangehörige müssen sich vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, in den Jahren 2016 und 2017 Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) gewesen zu sein. Einer der Beschuldigten soll einem Scharia-Gremium angehört haben, der andere als Kämpfer aktiv gewesen sein. Nun entscheidet das Gericht über die Eröffnung des Hauptverfahrens.

Zur Meldung auf zeit.de

Düsseldorf: Prozess wegen mutmaßlicher Unterstützung des „Islamischen Staats“ durch Gefangenenhilfe-Plattform
Der Betreiberin der islamistischen Plattform „Free Our Sisters“ wird vorgeworfen, mehr als nur Gefangenenhilfe geleistet zu haben. Zum einen soll Nadine D. bis Sommer 2024 fast 15.000 Euro gesammelt und an Inhaftierte oder Angehörige weitergeleitet haben. Zum anderen wird der Deutschen vorgeworfen, spätestens seit 2019 Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten des „IS“ unter anderem über Spendenaktionen finanziert zu haben.

Zur Meldung auf tagesschau.de

Bremen: Polizei vereitelt mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag
In Bremen haben Spezialkräfte einen 28-jährigen Mann festgenommen, der einen islamistisch motivierten Anschlag auf Polizeikräfte geplant haben soll. Der polizeibekannte Tatverdächtige wurde nach einer Begutachtung wegen Fremdgefährdung in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen, aus dieser aber bereits wieder entlassen. Bei einer Durchsuchung stellten die Ermittler mehrere Messer und Datenträger sicher.

Zur Meldung über die Verhaftung auf tagesschau.de

Zur Meldung über die Entlassung aus der Psychiatrie auf butenunbinnen.de

Bremen: Acht Jahre Haft für geplanten Terroranschlag in Bremerhaven
Ein 35-Jähriger wurde zu mehr als acht Jahren Haft verurteilt. Ein 20-jähriger Mitangeklagter, sein Neffe, wurde allerdings freigesprochen und soll in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Nach Überzeugung des Gerichts sollen die beiden Männer im Sommer 2025 einen islamistisch motivierten Terroranschlag geplant haben. Als mögliche Ziele galten eine Klinik, eine Großveranstaltung oder eine Synagoge in Bremerhaven.

Zur Meldung auf tagesschau.de

Berlin: Neue Festnahme nach Messerangriff am Holocaust-Mahnmal in Berlin
Mehr als ein Jahr nach dem Messerangriff am Berliner Holocaust-Mahnmal ist es zu einer weiteren Festnahme gekommen. Laut Bundesanwaltschaft soll sich ein nun festgenommener 37-Jähriger mit dem späteren Täter getroffen und ihn zur Tat ermutigt haben. Gegen ihn wird nun wegen Beihilfe zum versuchten Mord und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Zur Meldung auf rbb24.de

Berlin: 34-Jähriger wegen Verbreitung von „IS“-Propaganda auf Sozialen Medien verurteilt
Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 34-jährigen Mann erhoben, der über Soziale Medien Propaganda des „IS“ verbreitet haben soll. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, Videos veröffentlicht zu haben, die mit „IS“-Propagandamusik unterlegt waren, und damit ein Publikum von rund 12.800 Followern erreicht zu haben. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet nun das Landgericht Berlin I.

Zur Meldung auf sueddeutsche.de

Karlsruhe: Mutmaßliche Anhänger der Hamas festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat seit dem vergangenen Herbst neun mutmaßliche Hamas-Mitglieder festgenommen. Diese sollen einen Anschlag in Europa geplant haben. Nach Angaben des Generalbundesanwalts Jens Rommel soll bei einem der Beschuldigten ein Bekennervideo sichergestellt worden sein. Den Männern wird außerdem vorgeworfen, Waffen und Munition für die Hamas transportiert und gelagert zu haben.

Zur Meldung auf welt.de

Stuttgart: 40-jähriger Syrer wegen „IS“-Mitgliedschaft zu Freiheitsstrafe verurteilt
Ein syrischer Staatsangehöriger ist vom Oberlandesgericht Stuttgart wegen „IS“-Mitgliedschaft zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Nach Überzeugung des Gerichts war der 40-Jährige im Jahr 2016 mehrere Monate für die „Behörde für militärische Industrie und Entwicklung“ der Terrororganisation tätig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Zur Meldung auf zeit.de

Ermittlungen und Razzien bei mutmaßlichen „IS“-Anhängern
Die Bundesanwaltschaft hat in mehreren Bundesländern Wohnungen von mutmaßlichen „IS“-Anhängern durchsucht. Fünf Beschuldigte stehen im Verdacht, sich in Deutschland und Europa für die Terrororganisation „IS“ vernetzt und Gelder beschafft haben zu wollen. Zudem wurden elf weitere Objekte von Personen durchsucht, die nicht als unmittelbar tatverdächtig gelten.

Zur Meldung auf zeit.de

Ortenaukreis: Mutmaßlicher früherer „IS“-Kämpfer festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat im Ortenaukreis einen irakischen Staatsangehörigen festnehmen lassen, der sich 2016 dem „IS“ angeschlossen haben soll. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, bis 2017 einer „IS“-Kampfeinheit angehört zu haben. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ordnete Untersuchungshaft wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland an.

Zur Meldung auf zeit.de
 

Iran

Nach wochenlanger Eskalation haben sich die USA und der Iran bei Gesprächen in der Schweiz auf ein Rahmenabkommen verständigt. Innerhalb von 60 Tagen soll ein dauerhaftes Abkommen zur Beendigung des Konflikts ausgehandelt werden. Mit dem veröffentlichten Wortlaut des Rahmenabkommens liegen erstmals die zentralen Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran vor. Ein Beitrag der dpa ordnet die einzelnen Regelungen ein und zeigt auf, welche Konfliktpunkte – etwa beim Atomprogramm, den Sanktionen oder der Rolle regionaler Akteure – weiterhin offenbleiben.

Nahostexperte Guido Steinberg bewertet die Einigung jedoch als fragilen Aufschub: Zwar sollen die Sperrung der Straße von Hormus aufgehoben und weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm aufgenommen werden, die zentralen Konfliktpunkte blieben jedoch ungelöst.

Die Nahostexpertin Gudrun Harrer bewertet das Rahmenabkommen derweil als politischen Erfolg für den Iran. Zwar seien viele der vereinbarten Punkte zunächst nur Absichtserklärungen und müssten erst in den kommenden 60 Tagen ausgehandelt werden. Politisch habe Teheran jedoch zentrale Zugeständnisse erreicht und sich trotz des militärischen Drucks als handlungsfähige Konfliktpartei behauptet.

In Katar haben die USA und der Iran ihre indirekten Verhandlungen zur Umsetzung der Rahmenvereinbarung wieder aufgenommen. Die Gespräche konzentrieren sich auf technische Fragen zur Straße von Hormus, die Ausgestaltung eines dauerhaften Waffenstillstands und die nukleare Abrüstung des Iran. Gleichzeitig werfen sich beide Seiten Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe vor. Auch vor der Einigung auf das Rahmenabkommen kam es immer wieder zu Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe, für die sich beide Seiten wechselseitig verantwortlich machen.

Derweil veranstaltete das iranische Regime diverse Trauerfeiern für seinen getöteten Obersten Führer, Ayatollah Ali Chamenei. Nach Einschätzung von Beobachterinnen und Beobachtern zielten diese auf eine gezielte Machtdemonstration des Regimes.

Zur Analyse des Rahmenabkommens durch die dpa auf handelsblatt.com

Zum Interview mit Guido Steinberg auf cicero.de (Paywall)

Zur Einschätzung Gudrun Harrers auf sfr.ch

Zur Meldung über die Gespräche in Katar auf tagesschau.de

Zur Meldung über die gegenseitigen Angriffe trotz Waffenruhe auf tagesschau.de

Zur Meldung über die Trauerfeiern für Ayatollah Ali Chaminei auf dw.de
 

Israel – Libanon – Gaza

Mehrere Militärschläge in Israel, Iran und im Libanon haben Anfang Juni die Sorge vor einer erneuten Eskalation im Nahen Osten verstärkt. Israel griff Ziele im Iran an, nachdem Teheran zuvor Raketen auf Israel abgefeuert hatte; zugleich gab es israelische Angriffe auf Hisbollah-Ziele wie auf einen von der Hisbollah strategisch genutzten Tunnel im Libanon. Auch die libanesische Stadt Tyros an der Grenze zu Israel war Ziel eines Angriffs, wo sich nach Angaben der israelischen Regierung Hisbollah-Mitglieder versteckten. US-Präsident Donald Trump warnte Israel vor weiteren Angriffen, um die laufenden Verhandlungen mit Iran nicht zu gefährden.

Zeitgleich wurde ein gemeinsames Rahmenabkommen von Israel, der libanesischen Regierung und den USA unterzeichnet, das den Weg zu einer schrittweisen Deeskalation ebnen soll. Im Libanon sind nach Angaben der Deutschen Welle vor allem skeptische Reaktionen auf das Rahmenabkommen mit Israel auszumachen. Im Zentrum der Debatte stehen die vorgesehene Entwaffnung der Hisbollah, der künftige israelische Truppenabzug sowie Zweifel an der Umsetzbarkeit der Vereinbarung.

Drohnenangriffe der Hisbollah stellen Israel vor neue militärische Herausforderungen. Der ehemalige israelische General Amir Eshel erläutert in einem Interview mit DIE ZEIT, warum sich die Miliz trotz militärischer Rückschläge nicht dauerhaft ausschalten lässt, welche Grenzen militärisches Handeln hat und weshalb es langfristig auch politische Lösungen braucht.

Die Hisbollah gilt als wichtigster regionaler Verbündeter des iranischen Regimes und nimmt eine Schlüsselrolle in der Sicherheits- und Außenpolitik Irans ein. Ein Beitrag der Deutschen Welle ordnet die Rolle der Hisbollah für den Iran umfassend ein.

Derweil unterbreitete US-Präsident Donald Trump den Vorschlag, Syrien künftig stärker in den Kampf gegen die Hisbollah einzubinden. Der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa lehnte dies jedoch ab und betonte, sich nicht an regionalen Stellvertreterkonflikten beteiligen zu wollen.

Die tagesschau blickt 1.000 Tage nach dem Hamas-Überfall auf Israel auf die Folgen des 7. Oktober 2023. Im Mittelpunkt stehen das Gedenken an die Opfer, die Traumata der Überlebenden und die weiterhin offenen gesellschaftlichen Wunden. Zugleich bleibt die Kritik an der israelischen Regierung und ihrem Umgang mit dem damaligen Sicherheitsversagen präsent.

Ein Beitrag der tagesschau befasst sich außerdem mit der israelischen Kommunikationsstrategie Hasbara. Im Mittelpunkt steht, wie staatliche Stellen ihre Positionen zum Nahostkonflikt im Ausland vermitteln und auf internationale Kritik reagieren.

Zur Meldung über den Angriff eines Tunnels der Hisbollah auf tagesschau.de

Zur Meldung über den israelischen Angriff auf Tyros auf tagesschau.de

Zur Meldung über das Abkommen auf dw.com

Zum Interview mit dem israelischen Ex-General Amir Eshel auf zeit.de

Zum Beitrag über die Rolle der Hisbollah für Iran auf dw.com

Zur Meldung über Syriens Ablehnung an Trump auf spiegel.de

Zur Meldung über das Gedenken in Israel und Gaza 1.000 Tage nach dem 7. Oktober 2023 auf tagesschau.de

Zur Meldung über die Kommunikationsstrategie Hasbara auf tagesschau.de
 

Weitere internationale Meldungen

Winterthur: Mutmaßlich dschihadistischer Messerangriff mit drei Verletzten
Im schweizerischen Winterthur (Kanton Zürich) hat ein Mann bei einem Messerangriff auf drei Menschen eingestochen, einer von ihnen wurde schwer verletzt. Der Sicherheitsdirektor des Kantons sprach von einer dschihadistischen Motivation. Der Täter wurde vor einigen Tagen von der Polizei in die Psychiatrie gebracht; allerdings hatte ein Arzt bescheinigt, dass dieser keine Gefahr für sich oder andere darstellt.

Zur Meldung auf tagesschau.de

360 Geiseln aus der Gewalt der Terrorgruppe Boko Haram befreit
Nach Angaben des nigerianischen Militärs haben Sicherheitskräfte bei einem Einsatz im Nordosten des Landes 360 Menschen aus der Gewalt der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram gerettet. Die Geiseln waren zuvor über einen unbestimmten Zeitraum hinweg aus unterschiedlichen Gemeinden in der Region verschleppt worden. Seit Jahren bemüht sich die Regierung, gewaltsame Auseinandersetzungen zu beenden.

Zur Meldung auf tagesschau.de

Afghanistan: Neue Luftangriffe an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan
Nach einem Anschlag in der pakistanischen Millionenstadt Karachi hat Pakistan erneut Ziele im afghanischen Grenzgebiet angegriffen. Während Islamabad angibt, gegen die pakistanischen Taliban (TTP) vorgegangen zu sein, sprach die Taliban-Regierung in Kabul von mindestens 36 getöteten Zivilistinnen und Zivilisten und kündigte Vergeltung an. Der Konflikt zwischen beiden Nachbarstaaten ist seit Februar erneut eskaliert; entlang der rund 2.600 Kilometer langen Grenze kam es zu schweren Gefechten, bei denen laut UN binnen drei Monaten mehr als 370 Zivilisten getötet und fast 400 verletzt wurden.

Zur Meldung auf tagesschau.de
 
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